Beschwerden & Fragen zu Fluglärm

Unten stehend haben Sie die Möglichkeit, sich zu verschiedenen Themen rund um den Fluglärm am Flughafen und in der Umgebung Ihres Wohnortes zu informieren. Hierzu gehören neben der Beantwortung von häufigen Fragen zwei Kartendarstellungen, auf denen zum einen Flugrouten und verschiedene Anspruchsgebiete aber auch tatsächliche Flugverläufe von Einzelflügen sowie gemessene Lärmwerte einsehbar sind. Sollten Sie hinsichtlich Ihrer Frage jedoch nicht fündig geworden sein, nutzen Sie gerne das Kontaktformular auf dieser Seite, um sich mit uns in Verbindung zu setzen.

Häufige Fragen

Die häufigsten Fragen, die uns im Rahmen von Fluglärmbeschwerden und Bürgeranfragen erreichen, beschäftigen sich mit dem Nachtflugverbot, Routenänderungen und der generellen Lärmsituation am eigenen Wohnort. Aus diesem Grund gehen wir hier auf diese Themenbereiche ein, um möglicherweise schon im Vorhinein Verständnisfragen klären zu können.

Bitte beachten Sie, dass sich aufgrund der aktuellen Pandemie einige Änderungen im Flugbetrieb ergeben haben. Zu diesen Änderungen informierne wir sie auf der unten angegebenen Seite.

Grundsätzlich gilt am Frankfurter Flughafen das Nachtflugverbot zwischen 23:00 Uhr und 05:00 Uhr.

Ab 22:00 Uhr beginnt zunächst die sogenannte Nachtrandzeit. In dieser ist nur eine bestimmte Menge an Flugbewegungen zugelassen. Jedoch kann es beispielsweise bei medizinischen oder technischen Notfällen vorkommen, dass auch in der Nacht gelandet werden muss. Nicht möglich sind Starts nach 24:00 Uhr.

Für den Flughafen Frankfurt gelten Betriebs- und Nachtflugbeschränkungen, darunter ein grundsätzliches Verbot von planmäßigen Flügen zwischen 23:00 und 05:00 Uhr. Während dieser Zeit gelten folgende Ausnahmeregelungen:

Flugzeuge dürfen nur dann nach 23:00 Uhr starten, wenn sie über eine geplante Startzeit bis 23:00 Uhr verfügen und der Grund für die Verspätung außerhalb des Einflussbereichs der Fluggesellschaft liegt.

Landungen mit planmäßiger Ankunft vor 23:00 Uhr bedürfen bis 24:00 Uhr keiner individuellen Ausnahmegenehmigung, sofern deren Verspätung sich nicht bereits aus der Flugplangestaltung ergibt.

In den letzten Jahren wurden keine Flugrouten geändert. Das Ändern von Flugrouten ist ein langwieriger Prozess. Beispielhaft hierfür ist die mögliche Änderung der Route AMTIX kurz.

Gerade durch das Wechseln der Windrichtung und damit auch der Betriebsrichtung am Flughafen kann der Eindruck entstehen, dass Flugzeuge auf sonst weniger genutzten Routen fliegen. Sämtliche Flugrouten können Sie in unserer Kartendarstellung auf FraMap einsehen.

Um mit der vorhandenen Start- und Landebahnlänge sicher auszukommen, starten und landen Flugzeuge grundsätzlich gegen den Wind.

Auf den drei parallelen Bahnen finden deshalb in Abhängigkeit von der vorherrschenden Windrichtung und Windstärke Wechsel der Start- und Landerichtung, der sogenannten Betriebsrichtung, statt.

Die Frage nach den gesundheitlichen Auswirkungen von Fluglärm beantwortet die NORAH-Studie, indem sie umfassende, aktuelle, wissenschaftlich gestützte Erkenntnisse über die Auswirkungen des Verkehrslärms auf die Bevölkerung im Rhein-Main-Gebiet bereitstellt. Der Fokus liegt dabei auf Fluglärm. Untersucht wurden Auswirkungen auf Gesundheit, Lebensqualität und die geistige Entwicklung von Kindern.

Um zu verhindern, dass Schäden an Dächern durch Wirbelschleppen entstehen, bieten wir Ihnen unser kostenloses Dachsicherungsprogramm an.

Interessierte Eigentümer können sich über unser Online- Kontakt-Formular oder einfach und formlos per Email an dachsicherung@fraport.de an uns wenden

Passiver Schallschutz an Gebäuden

Fraport hat verschiedene Maßnahmenprogramme ins Leben gerufen, die Besitzer und Anwohner gleichermaßen für den verursachten Fluglärm und alle mit dem Flugbetrieb zusammenhängenden Einschränkungen entschädigen oder die Auswirkungen lindern.

Durch bauliche Maßnahmen an Gebäuden können die Lärmeinwirkungen im Rauminneren deutlich reduziert werden. Dadurch stellt der Passive Schallschutz einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung der durch Fluglärm betroffenen Bevölkerung dar. Basierend auf dem Planfeststellungsbeschluss des HMWEVL zum Ausbau des Flughafens Frankfurt vom 18. Dezember 2007 und der Festlegung des entsprechenden Lärmschutzbereichs durch die Landesregierung per Rechtsverordnung, die am 13. Oktober 2011 in Kraft getreten ist, ist nunmehr das dritte Passive Schallschutzprogramm aus dem Jahr 2011 noch in Umsetzung.

Für die Erreichung des Zieles, den Lärmpegel im Rauminneren von Gebäuden in anspruchsberechtigten Gebieten zu verringern, wurden für das aktuelle Passive Schallschutzprogramm rund 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, bauliche Schallschutzmaßnahmen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus zeitlich vorgezogen und durch weitere finanzielle Mittel aus dem Regionalfonds erweitert.

Außenwohnbereichsentschädigung

Am 29. August 2013 ist die Außenwohnbereichsentschädigung als 3. Durchführungsverordnung zum Fluglärmgesetz in Kraft getreten. Darin wurde erstmalig eine Entschädigung für die durch Fluglärm beeinträchtigte Nutzung des Außenwohnbereichs (Garten, Terrasse, u. ä.) gesetzlich eingeführt. Soweit das bebaute Grundstück in der Tag-Schutzzone 1 des Lärmschutzbereichs liegt, besteht eine Berechtigung, eine Außenwohnbereichsentschädigung zu beantragen. Der Anspruch auf die Entschädigung besteht seit dem 13. Oktober 2016. Die Höhe der Entschädigung hängt von der Art der Immobilie ab. Unterschieden wird bei der Außenwohnbereichsentschädigung zwischen Einfamilienhaus, Zweifamilienhaus, Mehrfamilienhaus und Eigentumswohnung. Um welche Art von Immobilie es sich in Ihrem Fall handelt, können Sie anhand dieser Kriterien feststellen. Ob und ab wann für Sie der Entschädigungsanspruch gilt, können Sie über das Schallschutzportal des RP Darmstadt selbst ermitteln oder beim Regierungspräsidium Darmstadt anfragen.

Der Antrag auf Außenwohnbereichsentschädigung ist ausgefüllt an das Regierungspräsidium Darmstadt zu schicken, dieses ist zuständig für die Gewährung der Entschädigungen. Bei der Beantragung haben Sie die Wahl zwischen einer gesetzlichen Pauschale und einer Entschädigung anhand eines Verkehrswertgutachtens Ihrer Immobilie. Informationen zu den beiden Verfahren und was Sie beachten müssen, erhalten Sie beim Regierungspräsidium Darmstadt. Weitere Informationen finden Sie in den Antworten auf häufig gestellte Fragen und dem Portal Außenwohbereichsentschädigung des RP DarmstadtRegierungspräsidium Darmstadt

Frage nicht beantwortet? Hier gelangen Sie zum Anfrage-/Beschwerdeformular

Erklärfilm Fra.Map
Erklärfilm Fra.Map

Erklärfilm Fra.Map

FRA Map bietet die Möglichkeit, die Themengebiete Fluglärm, Schallschutz und Flugbetrieb interaktiv zu erkunden. Über die Adresssuche können Sie direkt zu jeder in der Karte vorhandenen Adresse navigieren – auch zu Ihrer Heimatadresse – und Flugrouten, Betriebsrichtungsverteilung Fluglärmmessungen im direkten Umfeld der eingegebenen Adresse einsehen.

FRA NoM (Fraport Noise Monitoring)

Das kartenbasierte Tool zeigt aktuell gemessene Lärmwerte an den stationären Fluglärmmessstellen der Fraport AG sowie An- und Abflüge am Flughafen Frankfurt.

Pegelverläufe können mit Klick auf eine der Messstationen detailliert angezeigt und Steig- oder Sinkprofile einer Flugbewegung nachverfolgt werden. Auch bietet die Kartenübersicht die Möglichkeit, den Abstand zu einem Vorbeiflug oder zu einer nahegelegenen Messstelle aus der Perspektive des eigenen Wohnortes zu erkennen (Haussymbol in der unteren Leiste anklicken und Adresse eingeben).

Fraport hat verschiedene Maßnahmenprogramme ins Leben gerufen, die Besitzer und Anwohner gleichermaßen für den verursachten Fluglärm und alle mit dem Flugbetrieb zusammenhängenden Einschränkungen entschädigen oder die Auswirkungen lindern.

Durch bauliche Maßnahmen an Gebäuden können die Lärmeinwirkungen im Rauminneren deutlich reduziert werden. Dadurch stellt der Passive Schallschutz einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung der durch Fluglärm betroffenen Bevölkerung dar. Basierend auf dem Planfeststellungsbeschluss des HMWEVL zum Ausbau des Flughafens Frankfurt vom 18. Dezember 2007 und der Festlegung des entsprechenden Lärmschutzbereichs durch die Landesregierung per Rechtsverordnung, die am 13. Oktober 2011 in Kraft getreten ist, ist nunmehr das dritte Passive Schallschutzprogramm aus dem Jahr 2011 noch in Umsetzung.

Für die Erreichung des Zieles, den Lärmpegel im Rauminneren von Gebäuden in anspruchsberechtigten Gebieten zu verringern, wurden für das aktuelle Passive Schallschutzprogramm rund 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, bauliche Schallschutzmaßnahmen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus zeitlich vorgezogen und durch weitere finanzielle Mittel aus dem Regionalfonds erweitert.

Am 29. August 2013 ist die Außenwohnbereichsentschädigung als 3. Durchführungsverordnung zum Fluglärmgesetz in Kraft getreten. Darin wurde erstmalig eine Entschädigung für die durch Fluglärm beeinträchtigte Nutzung des Außenwohnbereichs (Garten, Terrasse, u. ä.) gesetzlich eingeführt. Soweit das bebaute Grundstück in der Tag-Schutzzone 1 des Lärmschutzbereichs liegt, besteht eine Berechtigung, eine Außenwohnbereichsentschädigung zu beantragen. Der Anspruch auf die Entschädigung besteht seit dem 13. Oktober 2016. Die Höhe der Entschädigung hängt von der Art der Immobilie ab. Unterschieden wird bei der Außenwohnbereichsentschädigung zwischen Einfamilienhaus, Zweifamilienhaus, Mehrfamilienhaus und Eigentumswohnung. Um welche Art von Immobilie es sich in Ihrem Fall handelt, können Sie anhand dieser Kriterien feststellen. Ob und ab wann für Sie der Entschädigungsanspruch gilt, können Sie über das Schallschutzportal des RP Darmstadt selbst ermitteln oder beim Regierungspräsidium Darmstadt anfragen.

Der Antrag auf Außenwohnbereichsentschädigung ist ausgefüllt an das Regierungspräsidium Darmstadt zu schicken, dieses ist zuständig für die Gewährung der Entschädigungen. Bei der Beantragung haben Sie die Wahl zwischen einer gesetzlichen Pauschale und einer Entschädigung anhand eines Verkehrswertgutachtens Ihrer Immobilie. Informationen zu den beiden Verfahren und was Sie beachten müssen, erhalten Sie beim Regierungspräsidium Darmstadt. Weitere Informationen finden Sie in den Antworten auf häufig gestellte Fragen und dem Portal Außenwohbereichsentschädigung des RP DarmstadtRegierungspräsidium Darmstadt

Sowohl Untersuchungen Dritter als auch unsere eigenen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Immobilien in Flughafennähe nicht an Wert verlieren.

Nach Inbetriebnahme der Startbahn West in den achtziger Jahren hat sich die Situation der von Abfluglärm dieser Bahn betroffenen Kommunen erheblich verändert. Dies hat zu einem zeitweiligen Druck auf die Immobilienpreise in diesen Kommunen geführt, der jedoch nach einiger Zeit wieder ausgeglichen wurde.

Können durch den Flugverkehr Verschmutzungen an meiner Immobilie entstehen?

Verschmutzungen können durch Ruß oder sonstigen Staub verursacht werden. Der Flugverkehr ist daran allerdings selbst im näheren Flughafenumfeld kaum beteiligt.

Gemäß der im Planfeststellungsverfahren zum Ausbau des Flughafens Frankfurt Main erstellten Fachgutachten ist ein Beitrag des gesamten Flughafenbetriebes zur Feinstaub-Belastung (PM10 ) nur im Nahbereich zu erkennen und auch dort nur sehr gering. Bis zu einer Entfernung von 1 km vom Flughafenzaun beträgt er noch maximal 1 µg/m3 gegenüber etwa 25 µg/m3 Gesamtbelastung. Der Flughafenbetrieb trägt also in einer Entfernung von 1 km vom Flughafenzaun nur mit bis zu vier Prozent zur Gesamtbelastung durch Feinstaub bei. Dies gilt ebenfalls für Ruß, der etwa 50 Prozent des Feinstaubs im Triebwerksabgas ausmacht.

Eine zeitweise verstärkt auftretende Verschmutzung von Oberflächen kann mit dem Auftreten austauscharmer Wetterlagen zusammenhängen, in deren Verlauf sich Schadstoffe und Staub in der Luft anreichern können. Dies ist gerade im Herbst und Winter nicht ungewöhnlich.

Informationen zu Abwässern von Flugzeugen

Die Entsorgung des Inhalts der Bordtoiletten erfolgt am Boden durch Absaugen mittels eines Ablassschlauchs und nicht – wie häufig vermutet – durch Öffnen einer Luke in der Luft. Der Tankinhalt wird abgesaugt und die Toilettenanlage anschließend mit einem Desinfektionsmittel gefüllt.
Trotz sorgfältiger Wartung kann es gelegentlich vorkommen, dass die Auslasssysteme am Flugzeug leicht undicht werden. Dies kann einen geringfügigen Austritt von Flüssigkeit während des Fluges zur Folge haben, die bedingt durch die niedrigen Außentemperaturen dann gefriert und an der Außenhaut des Luftfahrzeugs haftet. Bei sinkender Flughöhe steigt die Lufttemperatur und bewirkt, dass diese „Eisklumpen“ an Festigkeit verlieren und mit der Windströmung zu Boden fallen können.

Leider lässt sich jedoch in nahezu allen Fällen die verursachende Maschine nicht ermitteln, da die An- und Abflugstrecken von vielen Flugzeugen genutzt werden, der Zeitpunkt zumeist nicht exakt bestimmt werden kann und die Überreste nicht senkrecht, sondern in einer Parabel zu Boden fallen.

Erklärfilm Fluglärmbeschwerde
Erklärfilm Fluglärmbeschwerde

 

Anfrage einreichen

Bei der Bearbeitung von Fluglärmbeschwerden über einzelne Überflüge ist es uns wichtig, die anfragenden Bürger über Gründe für die unüblichen Flugverläufe und die eventuell getroffenen Sanktionsmaßnahmen gegen den Piloten zu informieren. Dafür melden wir die Flüge, die gegen lärmmindernde Regularien (z.B. vorgeschriebene Flugrouten) mutmaßlich verstoßen haben, an die Fluglärmschutzbeauftragte des Landes Hessen weiter.

Dort werden auffällige Flüge u.a. anhand der Radardaten der DFS Deutschen Flugsicherung auf Kursgenauigkeit und Höhenverlauf untersucht. Beim bestätigten Regelverstoß veranlasst die Fluglärmschutzbeauftragte über die DFS ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Piloten beim Bundaufsichtsamt für Flugsicherung. Hat der Pilot keine stichhaltige Begründung dafür, können hohe Bußgelder bis hin zur fünfstelligen Höhe gegen ihn verhängt werden. Den anfragenden Bürgern teilen wir das jeweilige Untersuchungsergebnis der Fluglärmschutzbeauftragten mit.

Um alle Inhalte des Beschwerdeformulars anzeigen zu können, verwenden Sie bitte einen aktuellen Browser wie Google Chrome, Microsoft Edge oder Firefox. Gerade im veralteten Internet Explorer kann es zu Problemen kommen.

Aktueller Hinweis: Eingeschränkte Bearbeitung von Anfragen


Durch die derzeitige, uns alle betreffende Situation können wir momentan den Normalbetrieb im Nachbarschaftsdialog nicht aufrechterhalten. Daher kommt es bei der Bearbeitung und Beantwortung von Beschwerden zu deutlichen Verzögerungen. Sobald Ihre Anfrage bearbeitet wurde, melden wir uns bei Ihnen und bitten für längere Wartezeiten um Entschuldigung.

Gern können Sie auch die auf dieser Seite angebotenen Tools und Links nutzen, um sich ein Bild der Fluglärmsituation an Ihrem Standort zu machen.

Allgemeine Informationen zur Auswertung von Beschwerden

Die meisten Fluglärmbeschwerden werden von nur wenigen Personen abgeschickt, die weitgehend automatisierte und standardisierte Reklamationen über einzelne Überflüge verschicken. Um eine differenzierte Bewertung von Lärmbeschwerden zu ermöglichen, sie bspw. in Bezug zu örtlichen Veränderungen im Flugverkehr zu setzen, werden diese Beschwerden auf Basis einer Absprache mit der Fluglärmkommission nur statistisch erfasst und für die Kommission separat dargestellt.